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Es werden Posts vom Februar, 2020 angezeigt.

Heiße Erholung

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Auf Chale Island machen wir erstmal nichts, außer trinken, essen, schlafen. Es ist heiß, ab 9 Uhr morgens schon 30 Grad, mittags und nachmittags 35, die sich bis zum Morgengrauen auf 26 Grad verringern.  Das Meer kaum kühler. Aber nach zwei Tagen haben wir uns ein wenig akklimatisiert, plantschen ab und an im Ozean oder in einem der drei Pools.  Nur wenig verbrannt nutzen wir sogar abends die Fitnessbude, teilen uns die Insel mit den Mantelaffen, Krabben, Gekkos und Vögeln, genießen das gute Essen und schwitzen uns nur noch mäßig durch die Nächte.  Anstatt Langeweile vergehen die Tage wie im Flug. Dabei immer wieder kleine Überraschungen, wie dass die aufgehobene Muschel auf einmal zu laufen anfängt.  So long Kenia. 

Runter von den Bergen

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Am 12. Tag beenden wir die Reise durch die Nationalparks. Um 4 Uhr starten wir Richtung Nairobi. Die ersten drei Stunden Pistenfahrt der Spitzenklasse. Löcher, in denen bequem ein Wasserbüffel verschwinden könnte, Schlammtünpel, durch die wir nur mit großen Mühen kommen. Unser Veranstalter Phoenix schickt ein Begleitfahrzeug mit, das uns die drei Stunden Fahrt durch die Dunkelheit mehr Sicherheit bieten soll, vor allem falls wir uns tatsächlich festfahren. Durchgeschüttelt erreichen wir dann die Fernstraßen und eine Rast.  Jetzt geht’s wesentlich komfortabler weiter, die Eingeweide können sich wieder einrichten, wenn auch an Steigungsstrecken wegen der Trucks es oft nur im Schritttempo voran geht. Dafür gibt’s, hier 50 km vor Nairobi, tolle Aussichten. So sieht ein Großteil des Landes aus.  Nach acht Stunden ist die Hauptstadt erreicht, von dort geht’s mit einem kleinen Flieger an die Küste ganz im Süden, nach Diani Beach beim Ort Ukunda.  Vom netten Airport 20 km weiter ...

Der versteckte Jäger

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In jedem der besuchten Schutzgebiete leben Leoparden, aber wir bekamen keinen zu Gesicht. Leoparden sind Einzelkämpfer, gut getarnt und selten tagaktiv.  Unser Guide Peter ist immer auf der Suche, hat aber auch zwei Monate keinen mehr gesehen. Deshalb Aufregung, als Kollegen die Sichtung in in einer Uferböschung melden. Als wir ankommen, ist das Tier nur zu ahnen. Dann erkenne ich im Fernglas zunächst das typische Fell - und sehe den Leoparden irgendwie gespiegelt. Hä? Tatsächlich ist es keine seltsame Spiegelung, es sind zwei, also ein Paar, denn auch bei Leoparden bedarf es zur Vermehrung zweier.  Also, verliebte Leoparden, die sich immer kurz durchs Blätterwerk anschauen lassen. Doch dann sprinten sie aus dem Busch, an uns vorbei, der nächsten Baumgruppe zu.  Kräftige Tiere mit dem markanten Fell. Sie verbergen sich im Gras... ...wo wir sie so in knapp 20 m Entfernung immer wieder mal auftauchen sehen. 

Warum wir hier sind

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Natürlich sind wir wegen der Tiere hier. Um sie in der natürlichen Umgebung bei natürlichem Verhalten zu sehen. Das gelingt auch, den von (fast) allen werden die Safariautos schlichtweg ignoriert.  Es ist nicht so, dass einem das Wild stets über den Wg läuft, wir fahren auch mal eine halbe Stunde und sehen nur mal ein paar Vögel und eine Warzenschweinfamilie.  Aber dann halten wir an, und ein großer Elefantentrupp nimmt uns in die Mitte.  Die Kleinsten immer nah und geschützt. Nicht nur durch die Mütter, sondern genauso durch Schwestern und Tanten, die die Jungen auch adoptieren, wenn der Mutter etwas zustößt. Sie helfen auch aus, wenn die Mutter nicht genügend Milch hat, hören wir. Peter ist davon überzeugt, dass sie den Menschen in ihrem sozialen Verhalten sehr nahe kommen. Ich bin mir da bei den Menschen nicht so sicher.  Dabei ist die Masai Mara ist nicht unbedingt Elefantenland. Es gibt nur wenige größere Gruppen.  Sehr fleischig auch die Wasserbüffel, beim...

Löwen

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Unser zweiter Tag ist Löwentag. Ob auf der Jagd, was tagsüber eher selten ist... ...und natürlich von den Frauen erledigt wird oder nach bereits erfolgreicher. Zweimal hatten Löwengruppen sich einen „ordentlichen Braten“, nämlich ein Topi geschnappt. Topis sind relativ groß und gerade die Tiere, die immer aufmerksam die Gegend beobachten.  Aber, die Löwen sind geschickte Jäger. Genau genommen die Löwinnen, dafür darf er dann als erster fressen, und die Frauen zu nahe kommen, macht der Herr Stress.  Die Löwinnen warten und halten Abstand. Warten tun auch diejenigen, die hoffen, dass was übrig bleibt.  Die Fahrer geben die Löwensichtungen per Funk weiter, ruckzuck brausen vier, fünf, sechs, sieben Fahrzeuge heran. Die Löwen sind das gewöhnt und nehmen die Menschen und Autos gar nicht zur Kenntnis.  Manche Bäuche sind recht vollgeschlagen. Da braucht „Mann“ dann auch mal Ruhe. Und als König der Tiere kann man dazu auch die Straße nutzen... ...während die Jägerinnen sich...

Masai

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Die Masai werden auch Massai, Maasai oder ganz anders geschrieben, in Kenia lesen wir Masai. Für dieses Nomadenvolk, so wird uns erzählt, sind Menschen und Tiere vom Himmel entsandte Wesen und gleichberechtigt. Also, nach deren Auffassung ist der Mensch nicht bestimmt, sich die Erde untertan zu machen. Was aber nicht heißt, dass Tiere nicht getötet werden, denn das tun Tiere selbst ja auch.  Die Masai in ihren Dörfern rund um den Nationalpark, fahren auch schon mal Moped, leben aber vielfach traditionell mit ihren Rindern, die Gemeineigentum sind in ihren Runddörfern. Ihr Gott hat ihnen alle Rinder der Erde zu deren Schutz überlassen, weswegen für diese Volksgruppe fremdes Eigentum an Rindern nicht akzeptiert wird. Die deutschen Bauern müssen also in ihren Augen Viehdiebe sein. Man kann sich vorstellen, dass dieser Glaube in der Vergangenheit nicht gerade zum friedlichen Miteinander mit anderen Volksgruppen beitrug.  Es gibt wohl viele Anzeichen, dass die Masai hier ihre Kinde...

Grenzenlos

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Um in den Park zu gelangen, müssen wir wenige Kilometer auch schlechten Wegen mindestens eine halbe Stunde fahren. die Parkgrenze, wie auch die Landesgrenze zu Tansania, sind für die Tiere (aber auch für die Masai) kein Hindernis.  Die Masai dürfen zwar ihre Herden nur bis an den Rand des Nationalparks weiden lassen, umgekehrt lassen sich die Wildtiere nicht aufhalten. Mehrere Giraffen sind somit direkt vor unserer Zelttür anzutreffen.  Natürlich sind die Big Five ein „must“. Aber wir, und insbesondere unser aufmerksamer Fahrer Peter, haben auch ein Auge auf die kleinen Tiere. So, wenn ein Camäleon unseren Weg kreuzt.  Die vielen Vögel erfreuen mich. Besonders das Wiedersehen mit dem Kronenkranich. Eine Gruppe davon lebte zu meiner Kindheit im Bielefelder Bürgerpark, natürlich mit gestutzten Flügeln. Schön sie hier in ihrer Heimat wiederzusehen, sogar mit kleinen Küken (Suchbild!) Gut, das sind jetzt keine kleinen Vögel, es gibt die großen... ...aber auch die kleinen. Dab...

Serengeti darf nicht sterben

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...das und Bernhard Grzimek mit „Ein Platz für Tiere“ haben mich in der Kindheit beeindruckt. So als Zehnjähriger hieß es um 20 Uhr, ab ins Bett. Nur bei Grzimek durften die Kinder dann bis neun vor den Fernseher. Von August bis Oktober gibt es hier die legendären Wanderungen der Zehntausende, insbesondere von Gnus und Zebras.  Der nördliche Teil der Serengeti liegt in Kenia und ist als Nationalpark Masai Mara geschützt. Er ist sowohl was die Arten, wie auch die Gesamtzahl angeht, das tierreichste Schutzgebiet Kenias. Allerdings steht das Gras hoch und hält die Tiere auch gut versteckt.  Drei Tage sind wir hier von unserem Bushcamp aus unterwegs. Nur einmal können wir von unserem Berg aus den Sonnenaufgang beobachten, die anderen zwei Tage sind wir dann schon lange unterwegs.  Unten der namensgebende Marafluss.  Der Park besteht hauptsächlich aus Grasland. Aber es gibt auch Berge, Busch- und Waldlandschaft.  Am häufigsten zu sehen sind die verschiedenen Antilope...

Auf in den Bush

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Rund acht Stunden brauchen wir, bis wir unser Bush Camp am Rande des großen Masai Mara Nationalpark erreichen. Zwischendurch und die letzten 40 km Lehm- und Geröllpiste. Immer wenn wir denken, jetzt noch ein halbes Stündchen, gibt’s eine Umleitung.  Die außergewöhnlich großen Regenmengen der letzten Monate haben in die Wege Bachläufe geschnitten, Pools gebildet, Sumpfgebiete geschaffen.  Vor allem aber, was mit dem Begriff Schlagloch eigentlich nicht zu erklären ist: Löcher, Rinnen, Abbrüche, die ohne Allradantrieb nicht zu meistern wären. Die Pulsuhr zeigt nach der Fahrt ein Dauerhoch und 25000 Schritte an.  Angekommen erwartet uns die liebevollste Crew mit dem späten Mittagessen einige hundert Meter über der Savanne.  Es ist ein richtiges Camp im Bush. Wir bekommen das Zelt Nr. 5 mit Aussicht auf die Ebene.  Kein fließend Wasser, sondern ein Eimer mit Waschwasser und der Sack mit Wasser zu Duschen, der gern heiß aufgefüllt wird. Nach dem Abtrocknen sind die Ha...