Masai

Die Masai werden auch Massai, Maasai oder ganz anders geschrieben, in Kenia lesen wir Masai. Für dieses Nomadenvolk, so wird uns erzählt, sind Menschen und Tiere vom Himmel entsandte Wesen und gleichberechtigt. Also, nach deren Auffassung ist der Mensch nicht bestimmt, sich die Erde untertan zu machen. Was aber nicht heißt, dass Tiere nicht getötet werden, denn das tun Tiere selbst ja auch. 



Die Masai in ihren Dörfern rund um den Nationalpark, fahren auch schon mal Moped, leben aber vielfach traditionell mit ihren Rindern, die Gemeineigentum sind in ihren Runddörfern. Ihr Gott hat ihnen alle Rinder der Erde zu deren Schutz überlassen, weswegen für diese Volksgruppe fremdes Eigentum an Rindern nicht akzeptiert wird. Die deutschen Bauern müssen also in ihren Augen Viehdiebe sein. Man kann sich vorstellen, dass dieser Glaube in der Vergangenheit nicht gerade zum friedlichen Miteinander mit anderen Volksgruppen beitrug. 

Es gibt wohl viele Anzeichen, dass die Masai hier ihre Kinder nicht zur Schule schicken, ihre traditionellen Riten, wie die Genitalverstümnelung junger Frauen, trotz Verboten weiter praktizieren. Traditionell steht auch dem jungen Mann nur nach einer Reihe von Prüfungen und dem Leben in einem „Jungendorf“ erst dann eine Frau zu, wenn er noch einen Löwen getötet hat. Da sagte der Masai, das mit dem Löwen mache man nicht mehr. 

Wie die Nomaden im Norden, ernähren sich die Masai konsequent Anti-vegan nur von Milch und Fleisch der Rinder, auch von deren Blut, dass sie den Tieren regelmäßig abzapfen. 

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